IHK Offenbach – Expertenrat IT & Datensicherheit – öffentliche Sitzung am 11.09.2019

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IHK-Expertenrat IT & Datensicherheit – öffentliche Sitzung am 11.09.2019

Der Expertenrat setzt sich in den Bereichen IT, Telekommunikation, Datenschutz oder E-Commerce aktiv für die Belange aller IHK-Mitgliedsunternehmen ein und kommentiert z.B. aktuelle Gesetz-Entwürfe oder erarbeitet praktische Leitfäden und Informationen.

Impulsvorträge:

1.    Sind Sie vorbereitet auf Emotet & Co?

Früher waren virenverseuchte E-Mails oft auf den ersten Blick zu erkennen. Der Absender war eine kryptische E-Mail-Adresse, die Sprache schlecht und der Inhalt häufig aus anderen E-Mails hinreichend bekannt. Diese Zeiten sind leider vorbei. Die neue Generation von Schadsoftware ist nur schwer zu identifizieren. Die E-Mails stammen von Absendern, mit denen Sie erst kürzlich in Kontakt standen. Namen, E-Mail-Adressen, Anrede und Signaturen sind korrekt, die Nachrichten wirkt authentisch. Deswegen verleitet sie Sie zum unbedachten Öffnen des schädlichen Dateianhangs oder des in der E-Mail enthaltenen Links. Ist der Computer erst infiziert, laden Emotet & Co weitere Schadsoftware nach. Diese führt zum Daten-Diebstahl oder ermöglicht es den Kriminellen, Ihr System komplett zu übernehmen. Ist ein Schutz oder zumindest die Eindämmung des Schadens überhaupt möglich?

Hans-Joachim Giegerich, Giegerich & Partner GmbH, Dreieich

2.    Wenn die DSGVO zweimal klingelt – Was tun bei Anfragen zum Datenschutz?

Die DSGVO ist nun seit über einem Jahr in Kraft. Genug Zeit also, dass alle Beteiligten sich sortiert haben sollten. Zumindest die Aufsichtsbehörden haben dies getan, wie erste Meldungen über Bußgelder oder anlasslose Kontrollen zeigen. Es muss aber nicht gleich eine Anfrage des Hessischen Datenschutzbeauftragten sein. Manches Unternehmen bringt bereits ein Auskunfts-Verlangen eines Kunden oder das Ausscheiden eines Mitarbeiters gehörig ins Schwitzen. Was sollte man dann tun oder tunlichst vermeiden? Und wie lange hat man überhaupt Zeit zu reagieren?

Dr. Thomas Lapp, IT-Kanzlei dr-lapp.de GbR, Frankfurt am Main

3.    Pssst! Sind Ihre Geschäftsgeheimnisse gut geschützt?

Der deutsche Gesetzgeber hat die EU-Geschäftsgeheimnis-Richtlinie im April 2019 in das Geschäftsgeheimnis-Gesetz umgesetzt. Dies sollte in Erinnerung rufen, was Unternehmen tun müssen, um nicht nur bilanziell wertvolles Know-how und Geschäftsgeheimnisse zu schützen. So verlangt das Gesetz z.B. nun nachweisbare Maßnahmen zur Geheimhaltung. Aber auch private Geldgeber wie Banken etc. achten vermehrt auf die ordentliche Dokumentation der Abläufe. Welche Maßnahmen aber sind zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen notwendig? Wie sind diese zu dokumentieren? Und welche Folgen hat das auf die eigenen Mitarbeiter, den Risikofaktor Nr. 1 für Know-how und Geschäftsgeheimnisse? Schließlich können und dürfen diese nicht einfach lückenlos überwacht werden.

Nadja Draxinger, LL. M, draxinger rechtsanwaltsgesellschaft mbh, Darmstadt

Sie sind von der IHK Offenbach herzlich eingeladen, wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Weitere Infos zum Expertenrat finden Sie unter https://www.offenbach.ihk.de/ehrenamt/ihk-expertenraete/expertenrat-it-und-datensicherheit/ .