Mediation mit KI – Chancen, Grenzen und rechtliche Rahmenbedingungen – Die Mediation Q1/2026

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Seit dem Erscheinen von ChatGPT ist die Künstliche Intelligenz in Rekordgeschwindigkeit in unserem Berufsalltag angekommen. Doch während die einen bereits Texte formulieren und Fälle vorbereiten lassen, fragen sich viele: Was ist rechtlich eigentlich erlaubt – und wo liegen die Grenzen in der Mediation?

In meinem aktuellen Artikel für das Fachmagazin Die Mediation (Ausgabe Q1/2026) beleuchte ich genau dieses Spannungsfeld.

KI in der Mediation – Mehr als nur ein Chatbot

KI kann in der Mediation weit mehr als nur Protokolle schreiben. Sie dient als:

  • Analysetool: Zur Strukturierung komplexer Sachverhalte in der Fallvorbereitung.
  • Sprachlicher Katalysator: Um festgefahrene Positionen neutral umzuformulieren oder neue Lösungsideen zu generieren.
  • Effizienz-Turbo: Um Routineaufgaben in Sekundenschnelle zu erledigen.

Rechtliche Rahmenbedingungen: Die neue KI-VO

Mit der neuen europäischen KI-Verordnung (KI-VO) kommen konkrete Pflichten auf uns zu. Wer KI professionell einsetzt, wird zum „Betreiber“ und muss für ausreichende KI-Kompetenz sorgen – bei sich selbst und beim Team.

Im Artikel gehe ich zudem auf die kritischen Fragen ein, die uns Mediatoren besonders bewegen:

  • Vertraulichkeit: Wie anonymisiere ich Daten so, dass die KI keine Muster erkennt?
  • Haftung & Kompetenz: Warum KI Erfahrung niemals ersetzen kann, sondern lediglich ergänzt.
  • Abrechnung: Wie gehen wir mit der Zeitersparnis bei Honorarvereinbarungen um?

Mein Fazit: KI ersetzt keine Empathie und kein fachliches Fingerspitzengefühl. Aber sie bietet uns Werkzeuge, die unsere Praxis sinnvoll ergänzen können – sofern wir die Spielregeln beherrschen.

Lesen Sie den vollständigen Artikel in der Zeitschrift: Thomas Lapp_Mediation mit KI_DM_Q1-2026.

Dr. Thomas Lapp – – Rechtsanwalt und zertifizierter QVM-Mediator, Fachanwalt für Informationstechnologierecht