Mediation mit KI – Chancen, Grenzen und rechtliche Rahmenbedingungen – Die Mediation Q1/2026
— 2. Februar 2026 0 2Seit dem Erscheinen von ChatGPT ist die Künstliche Intelligenz in Rekordgeschwindigkeit in unserem Berufsalltag angekommen. Doch während die einen bereits Texte formulieren und Fälle vorbereiten lassen, fragen sich viele: Was ist rechtlich eigentlich erlaubt – und wo liegen die Grenzen in der Mediation?
In meinem aktuellen Artikel für das Fachmagazin Die Mediation (Ausgabe Q1/2026) beleuchte ich genau dieses Spannungsfeld.
KI in der Mediation – Mehr als nur ein Chatbot
KI kann in der Mediation weit mehr als nur Protokolle schreiben. Sie dient als:
- Analysetool: Zur Strukturierung komplexer Sachverhalte in der Fallvorbereitung.
- Sprachlicher Katalysator: Um festgefahrene Positionen neutral umzuformulieren oder neue Lösungsideen zu generieren.
- Effizienz-Turbo: Um Routineaufgaben in Sekundenschnelle zu erledigen.
Rechtliche Rahmenbedingungen: Die neue KI-VO
Mit der neuen europäischen KI-Verordnung (KI-VO) kommen konkrete Pflichten auf uns zu. Wer KI professionell einsetzt, wird zum „Betreiber“ und muss für ausreichende KI-Kompetenz sorgen – bei sich selbst und beim Team.
Im Artikel gehe ich zudem auf die kritischen Fragen ein, die uns Mediatoren besonders bewegen:
- Vertraulichkeit: Wie anonymisiere ich Daten so, dass die KI keine Muster erkennt?
- Haftung & Kompetenz: Warum KI Erfahrung niemals ersetzen kann, sondern lediglich ergänzt.
- Abrechnung: Wie gehen wir mit der Zeitersparnis bei Honorarvereinbarungen um?
Mein Fazit: KI ersetzt keine Empathie und kein fachliches Fingerspitzengefühl. Aber sie bietet uns Werkzeuge, die unsere Praxis sinnvoll ergänzen können – sofern wir die Spielregeln beherrschen.
Lesen Sie den vollständigen Artikel in der Zeitschrift: Thomas Lapp_Mediation mit KI_DM_Q1-2026.
Dr. Thomas Lapp – – Rechtsanwalt und zertifizierter QVM-Mediator, Fachanwalt für Informationstechnologierecht

